16.08.2010 16:59:01
Freitag, 06.08.2010: Ankunft
Der Tag der Anreise; die ersten Gruppen aus Oberhausen, Bochum und Essen Borbeck-Frohnhausen reisen per Rad oder ÖPNV zum Lagerplatz. Genauso nahm eine Zweier-Delegation unseres Dorfes um 13:00 Uhr die jordanischen Pfadfinder am Flughafen in Düsseldorf in Empfang. Sie waren nach ihrer langen Reise sehr erschöpft und brachten uns direkt die erste Aufgabe: Leider hatte unsere Gastgruppe auf ihrem Flug zwei Rucksäcke und 20 Schlafsäcke verloren und es war nicht herauszufinden, wann sie wieder auftauchen - bzw. ob sie überhaupt noch zu erwarten sind.
In Essen-Stoppenberg am Hallo angekommen, war unsere Aufgabe also nicht nur der Aufbau unseres Dorfes, sondern auch, unsere jordanischen Gäste für ihre erste Nacht in Deutschland mit Decken etc. auszustatten.

Samstag, 07.08.2010
Für die erste Nacht hatten wir Decken zur Verfügung gestellt bekommen, doch die Jordanier hatten trotzdem kräftig gefroren. Unser momentanes Wetter (maximale Temperaturen bis 25 Grad, viel Regen und Wind etc.) entspricht nach ihren Aussagen eher dem Winter in Jordanien. Immerhin sind sie bei 48 Grad im Schatten in Jordanien gestartet! Also organisierten wir im Laufe des Tages noch 20 Schlafsäcke, damit unsere Gäste die nächste Nacht gemütlicher verbringen können.
Für unsere Dorfgemeinschaft errichteten wir ein Dorftor mit Turm und unsere große Jurte. Außerdem grillten wir an dem Tag gemütlich, um uns alle bei diesem Beisammensein besser kennen zu lernen.

Sonntag, 08.08.2010
Der erste Programmtag, leider völlig verregnet. Die Messe am Vormittag wurde auf den Abend verschoben, so dass unser Programm erst um ca. 14:00 Uhr mit dem Stufenprogramm (also für die unterschiedlichen Altersstufen) begann. Nach dem Abendessen fand um 20:00 Uhr die erste gemeinsame Messfeier statt.

Montag, 09.08.2010
Die Ausflüge begannen. Wir konnten wählen zwischen Hikes, Tagesausflügen und Hausbesuchen. Während sich die Gruppe von St. Josef (Essen Borbeck-Frohnhausen) auf einen Kanu-Hike begab, organisierten die Stämme Heinrich Seuse (Oberhausen) und St. Johannes (Bochum) verschiedene Tagesausflüge. So nahm Heinrich Seuse die Jordanier mit nach Oberhausen und präsentierte ihnen die Gemeinde St. Pankratius. Propst Neikes führte die Gruppe eine Stunde durch die Kirche und alle aßen gemeinsam zu Mittag. Der zweite Programmpunkt war das CentrO. und die verschiedenen kulturellen Stätten in der Umgebung. St. Johannes vergnügte sich an diesem Tag mit seinen Juffis im Kletterpark, während die Rover kräftig in die Fahrradpedale traten.

Dienstag, 10.08.2010
Die Rover aus St. Johannes vergnügten sich weiter auf ihren Rädern und die Juffis machten sich auf, in Oberhausen den "Aquapark" zu testen. Heinrich Seuse und die Jordanier besuchten den Silbersee in Haltern und genossen erfrischendes Nass zu strahlendem Sonnenschein.

Mittwoch, 11.08.2010
Die Räder der Rover aus St. Johannes mussten wieder zurück. Währenddessen besuchten die Juffis zusammen mit einem Teil der Jordanier die Gelsenkirchener Innenstadt ... die nur zweitrangig war, denn an erster Stelle stand "ZOOM", die Erlebniswelt. Der zweite Teil der Jordanier begleitete Heinrich Seuse nach Duisburg. Der erste Halt war der Innenhafen, in dem für zwei Tage die "MS Wissenschaft" vor Anker lag und sich die Gruppe über neue und regenierbare Energien informieren konnte. Von dort ging es noch in den Landschaftspark Duisburg Nord, um imposante Industriekultur kennen zu lernen.

Donnerstag, 12.08.2010
Nach den anstrengeden Ausflugs- und Hike-Tagen gönnte sich das Dorf etwas Ruhe. In der Sonne liegend, bastelten sich die ersten Dorfmitglieder ihren eigenen "OBBO". Ein sehr großer "OBBO" wurde dann abends um 20:00 Uhr zum Beginn des Internationalen Abends an unser Dorftor gehängt. Das Highlight an diesem Abend war sicherlich die Vorstellung der Jordanier. Nachdem wir uns dem Narrenzug oder Festzug zur Haupt.jurte angeschlossen haben, nahmen die Jordanier im Rahmen einer nachgestellten traditionellen Hochzeit alle Begeisterten wieder in unser Dorf zurück. Dudelsack und Trommel haben wohl alles übertönt, was sonst an Musik gelaufen ist. In ihren traditionellen Gewändern schritt das Paar (das verlobt ist und 2011 tatsächlich heiraten wird) auf unseren Dorfplatz und die Tänze begannen. Nach viel Musik und Tanz wurde das Essen aufgetischt. Seit 16:00 Uhr am Nachmittag hatten die Jordanier im Küchenzelt gestanden, um "Mansaf" zuzubereiten. Es handelt sich um eine große Platte Reis, auf der Lammrücken und Pinienkerne angerichtet werden. Das Ganze wird dann mit einer "Jameed Sauce" (Schafsjoghurt) übergossen. Traditionell wird es auch nicht von Tellern mit Besteck gegessen, sondern alle Gäste essen mit ihren Händen von der Platte. Wir probierten das in abgewandelter Version, also mit den Händen von unseren Tellern. Vielen hat es wirklich sehr gut geschmeckt. Dazu wurde der jordanische Kaffee gereicht. Nach diesen Feierlichkeiten strömte auch das Dorf OBBOJOBO aus, um sich die anderen Darbietungen anzuschauen.

Freitag, 13.08.2010
Die Jordanier hatten zum Teil eigenes Programm über den Tag. Die Gruppe von St. Josef fuhr mit einer Gruppe zum Klettern nach Dortmund, während der Rest die freie Zeit zum ausgiebigen Einkaufen in der Essener Innenstadt nutzte. Das Dorf selbst war eher mit der Ankunft der neuen Gruppen beschäftigt: Die Rover aus St. Theresia (Oberhausen) und eine Zusammenstellung der Stämme Dionysios, Don Bosco und Nikolaus Groß (Essen Borbeck-Frohnhausen) trafen ein und wollten untergebracht werden. Weitere Zelte wurden aufgebaut, bis dann zum Abend alle ein "Dach" über dem Kopf hatten und wir gemütlich dem nächsten Tag, dem pfadfinder.treffen entgegenschauen konnten.

Samstag, 14.08.2010